Erhöhung der Wasserpreise in Lindenfels
Für den kommenden Gebührenzeitraum 2026–2028 ist eine Erhöhung des Wasserpreises um rund 35 % gegenüber dem bisherigen Zeitraum 2024–2025 vorgesehen. Diese Anpassung ist nicht leichtfertig erfolgt, sondern das Ergebnis einer gesetzlich vorgeschriebenen Gebührenkalkulation in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister.
Die Hauptursache für die Erhöhung liegt in einer auszugleichenden Unterdeckung aus dem Kalkulationszeitraum 2022/2023. In diesem Zeitraum konnten die tatsächlich angefallenen Kosten der Wasserversorgung nicht vollständig über die erhobenen Gebühren gedeckt werden. Nach den geltenden kommunalabgabenrechtlichen Vorgaben ist eine solche Unterdeckung in einem späteren Kalkulationszeitraum auszugleichen.
Geplante und notwendige Investitionen in Höhe von 1,915 Mio. Euro, u.a. für die Sanierung und Modernisierung von Hochbehältern, sowie Maßnahmen zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität und der Versorgungssicherheit mit unseren Lebensmittel Nr. 1, führen zu höheren Abschreibungs- und Zinsanteilen und wirken sich entsprechend auf die Gebührensätze aus.
In vorherigen Gebührenkalkulationen wurde aufgrund zusätzlicher Unterbringungskapazitäten im Luisenkrankenhaus von einem höheren Wasserverbrauch durch 400 Verbraucher ausgegangen. Da sich diese Situation inzwischen verändert hat, wird für den kommenden Zeitraum ein geringerer Gesamtverbrauch angesetzt, was ebenfalls Einfluss auf die Gebührenkalkulation hat.
Bürgermeister Maximilian Klöss betont, dass die Wasserversorgung weiterhin nach dem Kostendeckungsprinzip erfolgt. Ziel ist es nicht, Überschüsse zu erwirtschaften, sondern eine sichere, nachhaltige und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.
„Wasser ist der Quell des Lebens und unser aller wichtigstes Lebensmittel. Die Anpassung der Gebühren ist notwendig, um Ihre Trinkwasserversorgung auch künftig sicherzustellen. Wir danken allen Bürgerinnen und Bürger für Ihr Verständnis.“ , so Klöss.
