Burg, Museen, Gruppenangebote

Installation einer neuen Beleuchtung und eines Hot Spots im Museum

Der Verkehrsverein Lindenfels e.V. wird im Lindenfelser Museum die Installation einer neuen LED-Beleuchtung in Angriff nehmen. Verbunden mit der Demontage aller Leuchtstofflampen, Installation von Strahlerschienen, Strahler-Montage und Einrichtung sowie Elektroverteilung und Zuleitung. Damit einher geht auch die Installation einer Datenleitung für die Einrichtung eines Hot Spots mit Überwachungskameras.

Die Maßnahme wird durch das NEUSTART KULTUR-Programm für Corona-bedingte Umbaumaßnahmen gefördert.

Museen öffnet am 13.6.

Nachdem die Lockerungen weiter greifen wird auch das Lindenfelser Museum am Sonntag, 13. Juni, erstmal seine Pforten wieder öffnen.

In den letzten Tagen haben einige ehrenamtliche Helfer das Museum geputzt, das seit November 2020 geschlossen war und eigentlich schon im April die Öffnung anvisiert hatte. Aber dem Team um Museumsleiter Matthias Roth wurde es nicht langweilig.

So kann das Museum in diesem Jahr die Früchte der Bewerbung bei dem Förderprogramm „NEUSTART KULTUR“ (gefördert von der Beauftragten des Bundesministeriums für Kultur und Medien in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband für Archäologie e.V.) einem Programm für Corona-bedingte Umbaumaßnahmen, ernten. Der Verkehrsverein Lindenfels e.V. wird im Lindenfelser Museum die zeitgemäßen Elektro-Installation mit der Fa. Elektro-Schneider (Lindenfels) umsetzen. Neben einer neuen LED-Beleuchtung, verbunden mit der Demontage aller Leuchtstofflampen und der Installation neuer LED- Strahler sowie Überwachungskameras auf allen Stockwerken wird auch die Einrichtung eines Hot Spots verwirklicht. Der Hot Spot wird für einen neuen Audio-Guide benötigt, mit dem neue Besuchergruppen begeistert werden sollen. In den letzten Wochen wurden die Texte für diesen Guide erstellt und mit Bildern vervollständigt. Auch zwei Kurzfilme über die mittelalterliche Handmühle und unser Polyphon ergänzen die Präsentationen. Der Audio-Guide wird mit der „Kulturaufnahme GmbH“ (Erfurt) verwirklicht. Dieser Audio-Guide soll ab Ende September genutzt werden können. Dann können Besucher eine Führung am Handy erleben und das in deutscher, englischer, französischer und polnischer Sprache.

Ab Sonntag hat das Lindenfelser Museum in der Zehntscheune am Rathaushof (Burgstraße) wieder sonn- und feiertags von 14 – 17 Uhr geöffnet. Die aktuellen Corona-Bestimmungen (Mund-Nasen-Schutz tragen, Mindestabstand einhalten, Kontaktdaten hinterlegen, begrenzte Personenzahl) gilt es zu beachten.

Gruppenführungen können voraussichtlich ab Juli wieder über den Kur- und Touristikservice Lindenfels, Tel. 06255 30644 o. touristik@lindenfels.de, gebucht werden.

Leitung im Lindenfelser Museum wechselt - Matthias Roth folgt auf Jan Hohmann

Das Lindenfelser Museum ist über die Wintermonate generell geschlossen, denn in dem alten Sandsteingebäude, der 1781 bis 1784 erbauten Zentscheune des ehemaligen kurpfälzischen Oberamts, gibt es keine Heizung. Zudem würde auch der Lockdown den Besuch derzeit verhindern.

Dennoch gibt es immer was zu tun. Sei es gespendete Ausstellungsstücke zu holen, wie aktuell eine alte Schmitt-Uhr die von einer Familie aus Weiterstadt gespendet wurde, oder Überlegungen anzustellen, wie neuzeitliche Techniken im Museum Einzug halten können. Jan Hohmann, der seit 2017 die Museumsleitung innehatte, kann diese Arbeit wegen einer beruflichen Veränderung nicht weiterführen. So waren er, Bürgermeister Michael Helbig, als Vorsitzender des Verkehrsvereins, und Klaus Johe, als Geschäftsführer, auf der Suche nach einem Nachfolger.

Letztendlich sprach der Geschäftsführer den Seidenbucher Matthias Roth an, der schon als Stadtführer den Verein unterstützt und in Seidenbuch einen Ausstellungsraum zur Geschichte von Seidenbuch betreut. Er führt auch Gruppen durch den Stadtteil Schlierbach und informiert über die Besonderheiten der Fachwerkhäuser, die evangelisch-reformierte Kirche und den Stickelfriedhof. Matthias Roth war Student in Heidelberg beim jetzigen Leiter des Kurpfälzischen Museums Frieder Hepp, dem er viel verdankt und veröffentlicht seit mehreren Jahren Artikel beim Breuberg-Bund.

Von der Darstellung des umfangreichen Aufgabenspektrums, bei dem der Museumsleiter durch den Kur- und Touristikservice unterstützt wird, zeigte sich Matthias Roth begeistert. Anfang Februar fand nun im Rathaus die Übergabe im Beisein von Bürgermeister Michael Helbig und Klaus Johe statt. Matthias Roth zählt auch weiterhin auf den bewährten Stamm an Museumshelfern, sei es beim Frühjahrsputz, bei der Museumsaufsicht, beim Trachtenfundus oder bei den Brauchtumstagen - bei denen Jan Hohmann auch künftig in der Schmiede mithelfen will. Er setzt aber auch auf neue Mitstreiter. Ganz besonders, da derzeit ein Förderantrag für eine besser Ausstattung des Museums gestellt wurde. Wenn alles klappt wird das Museum eine neue Beleuchtung erhalten und neue Technologien werden Einzug ins Museum finden, um es für Besucher noch attraktiver zu machen. Die Digitalisierung mit einem eigenen Hot Spot wird Einzug halten.

Eine Herzensangelegenheit ist Matthias Roth die Ausbildung neuer Stadtführer. Hier hatten sich vor über einem Jahr schon sechs neue Mitstreiter gemeldet, aber Corona hat seither alle weiteren Schritte eingefroren. Hier hoffen die Verantwortlichen im Sommer weiter voran zu schreiten. Die vor Jahren angebotene Kombikarte, die einen leicht ermäßigten Eintritt in das Lindenfelser Museum und das Deutsche Drachenmuseum bot, soll wieder aktiviert werden. Auch könnte in den nächsten Jahren eine weitere Verknüpfung der beiden Museen die erfolgreiche Museumsarbeit in Lindenfels stärken. Matthias Roth freut sich auf die neuen Aufgaben.

Der Kontakt zum Museum kann über die Geschäftsstelle des Verkehrsvereins Lindenfels im Kur- und Touristikservice, Burgstr. 37, 64678 Lindenfels, Tel. 06255 30644, oder touristik(at)lindenfels.de erfolgen.


Lindenfelser Museum

Das Lindenfelser Museum wurde im Jahre 1979 in der ehemaligen Zehntscheuer, im Rathaushof der Stadt Lindenfels (64678 Lindenfels, Burgstr. 39) - am Aufgang zur Burg -  eröffnet. Unter dem Leitmotiv „Vom Oberamtsstädtchen der Kurpfalz zum Heilklimatischen Kurort“ präsentieren sich die Sammlungen in vier Ebenen mit einer großen Anzahl von Schauräumen. Die Museumsbestände umfassen die Sachgruppen „Stadtgeschichte – Volkskunde – Landwirtschaft – Handwerk – Druckerei“

Fahrzeuge - allen voran die im 2014 als erstes Regionales Kulturerbe im Kreis Bergstraße ausgezeichnete Postkutsche (siehe separater Hinweis) - und Feuerwehrgerätschaften, Burg- und Stadtmodell, Urkunden, Bauernstube mit Kammer und Küche, Odenwälder Trachten, Foto-Dokumentation, Waffen bis hin zum ersten Fremdenzimmer mit Gästebuch aus dem Jahr 1887 zeigen anschaulich den Weg von der pfälzischen Oberamtsstadt zum Heilklimatischen Kurort auf.

In den weiteren Stockwerken findet man eine Museums-Druckerei, zahlreiche landwirtschaftliche Geräte und Werkstätten der ehemaligen Handwerker, die durchweg funktionstüchtig sind. Ein Großteil dieser Werkstätten werden alljährlich am ersten Oktober-Wochenende bei den Brauchtumstagen in Betrieb genommen, ebenso die Außenanlagen des Museums mit Backofen und Apfelkelterei.


Fotoimpressionen (aufgenommen von Katja Hammerschmidt, Lindenfels)


Museum wirbt mit einem Kurz-Film

Am Eingang des Lindenfelser Museums verdeutlich ein neues Schild mit dem Text „Wir sind Mitglied“ auf die Zugehörigkeit zum Verein Museumsstraße Odenwald-Bergstraße e.V. Das Schild wurde im März, rechtzeitig zum geplanten Start der Saison 2020 angebracht und hängt über dem Hinweisschild „Regionales Kulturerbe im Kreis Bergstraße“, mit welcher die Lindenfelser Postkutsche, die im Museum steht, im Jahre 2018 ausgezeichnet wurde.

F+r die mediale Teilnahme am Internationalen Museumstag 2020 www.museumstag.de wurde ein Werbefilm von Maximilian Stöcker erstellt, der auf You Tibe zu finden ist: youtu.be/mjhYSeDm3MU . Auch das Drachenmuseum hatte mit einem Filmbeitrag von Maximilian Stöcker, teilhemommen, dieser Video ist hier zu finden: www.youtube.com/watch?v=2hcbUr5vZJ0


Postkutsche als erstes „Regionales Kulturerbe im Kreis Bergstraße“ 2014 ausgezeichnet!


Das Museum ist von April bis Ende Oktober an jedem Sonn- und Feiertag jeweils von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 2,-- €, Gäste mit Kurkarte und Jugendliche zahlen 1,-- €, Kinder bis 14 Jahre sind frei.

Führungen für Gruppen und Schulklassen sind nach Vereinbarung möglich – Kosten: bis 25 Personen 30,-- €, jeder weitere Person 2,-- €, für Schulklassen gilt ein ermäßigter Preis. 

Anmeldung und Auskunft: Kur- und Touristikservice, Burgstr. 37, 64678 Lindenfels, Tel.: (06255) 306-44, e-Mail: touristik(at)lindenfels.de