Burg, Museen, Gruppenangebote

Lindenfelser Museum

Das Lindenfelser Museum wurde im Jahre 1979 in der ehemaligen Zehntscheuer, im Rathaushof der Stadt Lindenfels (64678 Lindenfels, Burgstr. 39) - am Aufgang zur Burg -  eröffnet. Unter dem Leitmotiv „Vom Oberamtsstädtchen der Kurpfalz zum Heilklimatischen Kurort“ präsentieren sich die Sammlungen in vier Ebenen mit einer großen Anzahl von Schauräumen. Die Museumsbestände umfassen die Sachgruppen „Stadtgeschichte – Volkskunde – Landwirtschaft – Handwerk – Druckerei“

Fahrzeuge - allen voran die im 2014 als erstes Regionales Kulturerbe im Kreis Bergstraße ausgezeichnete Postkutsche (siehe separater Hinweis) - und Feuerwehrgerätschaften, Burg- und Stadtmodell, Urkunden, Bauernstube mit Kammer und Küche, Odenwälder Trachten, Foto-Dokumentation, Waffen bis hin zum ersten Fremdenzimmer mit Gästebuch aus dem Jahr 1887 zeigen anschaulich den Weg von der pfälzischen Oberamtsstadt zum Heilklimatischen Kurort auf.

In den weiteren Stockwerken findet man eine Museums-Druckerei, zahlreiche landwirtschaftliche Geräte und Werkstätten der ehemaligen Handwerker, die durchweg funktionstüchtig sind. Ein Großteil dieser Werkstätten werden alljährlich am ersten Oktober-Wochenende bei den Brauchtumstagen in Betrieb genommen, ebenso die Außenanlagen des Museums mit Backofen und Apfelkelterei.

Eine Audioguide-Museumsführung in den Sprachen deutsch, englisch, französisch und polnisch ergänzt ab 2022 das Angebot.

Kombiticket für Saison 2022 wieder erhältlich

Auch die im Heilklimatischen Kurort Lindenfels beheimateten „Lindenfelser Museum“ und „Deutsches Drachenmuseum“ warten ab 1. April mit einem Bonbon auf.

Schon beim vom Verkehrsverein Lindenfels e.V. veranstalteten Ostermarkt am 2./3. April, wird am Besuchstag die Eintrittskarte des Marktes den freien Eintritt in den beiden Museen beinhalten. Zusätzlich haben die Verantwortlichen sich darauf verständigt, dass ab 1. April auch ein Kombiticket angeboten wird. Mit dem Kombiticket können die Besucher beide Museen zum Preis von 5 € (statt 6 € bei aktuellen Tagespreisen) im Jahr der Ausstellung besichtigen. Wegen der saisonalen Öffnungszeiten des Lindenfelser Museums kann die Kombikarte künftig von April bis Oktober erworben und genutzt werden.

Sonderausstellung: Küchen- und Haushaltsgeräte aus Emaille

Das Lindenfelser Museum präsentiert zwischen dem 31. Juli und 25. September eine Sonderausstellung zu besonderen Küchen- und Haushaltsgeräten aus Emaille. Die Stücke stammen aus einer Privatsammlung.

Emaille ist der Überzug von Metallen mit farbigem Pulver, das durch Hitze zu einer Glasschicht verschmolzen wird. Die Technik ist uralt. Schon im alten Ägypten emaillierte man Dekor auf das Gold der Pharaonen. Im Mittelalter zierten die deutsche Reichskrone zum Beispiel emaillierte Darstellungen Davids und Salomos, Hiskijas und Jesajas, zweier Engel und Jesu Christi. Die gesamte Wappenkunde des Mittelalters beruht auf den Grundsätzen der Emaillekunst: Silber und Gold waren die Metalle, wohinein Vertiefungen eingearbeitet wurden, in denen dann die Farben Rot, Blau, Grün oder Schwarz eingeschmolzen wurden. Deshalb konnte ein Wappen oder eine Landesfahne auch nie zwei Farben direkt nebeneinander bekommen, die Farbpigmente wären beim Erhitzen zusammengeschmolzen und hätten unklare Farbverläufe ergeben. Das Grundprinzip war: Farbe neben Metall.

Im 19. Jahrhundert konnte man Emaillefarben auch schon mittels Glasur in Pastenform auf eine emaillierte Grundfläche auftragen und erhielt so klare Konturen und konnte so auch Emaillemalerei und farbenfrohe Dekore bewerkstelligen.

Die im Lindenfelser Museum demnächst präsentierte Sammlung von besonderen Küchen- und Haushaltsgeräten zeigt eben diese Lust am bunten Dekor, wie sie im 19. und frühen 20. Jahrhundert vorherrschte: Wunderschöne taubenblaue Grundfarben mit aufemaillierten Maiglöckchensträußen, bunte Zwerge, die als Märchenwesen die Küchenutensilien unserer Urgroßeltern bevölkerten, Türkenbundlilien mit feinsten Farbverläufen, kurz: die ganze Palette des handwerklichen Könnens der Emailleure vergangener Zeiten, deren Kunst durch billiges Plastik und kühles Edelstahl aus unseren Haushalten verdrängt wurde.

Die Emaillekunst ist im Ausstellungsraum des Lindenfelser Museums, Burgstr. 39, in der alten Zehntscheune aufgebaut und kann in der Zeit vom 31. Juli bis zum 25. September während den Öffnungszeiten des Museums, immer sonntags von 14 bis 17 Uhr, besichtigt werden.

Aktuelle Museumsprojekte

In der Pandemiezeit hatte der Verkehrsverein Lindenfels bei einem Förderprogramm einen Antrag für das Lindenfelser Museum gestellt. Dieser sah unter anderem einen Spuckschutz - zur Sicherheit der Helfer, eine neue Beleuchtung – zur Sicherheit, Reduzierung des Stromverbrauches und der besseren Ausleuchtung der Räume, sowie die Erstellungen eines Audioguides. Verbunden mit einem neuen Telefonanschluss mit Hot Spots zur Nutzung des Guides im Gebäude, vor.

Die Tatsache, dass beide Lindenfelser Museen einen Audioguide zeitglich und getrennt voneinander umsetzen wollten, war Klaus Johe, dem Leiter des Kur- und Touristikservice aufgefallen, und so hatte man eine ausgezeichnete Ausgangsbasis und konnte die Vorhaben für die Museen vorteilhaft und gemeinsam umsetzen. Letztendlich erhielt eine Firma aus Erfurt den Zuschlag. Die ins Auge gefassten Sprachen für die Führung in Deutsch und Englisch, konnte noch um Französisch und Polnisch erweitert werden, denn mit beiden Ländern unterhält Lindenfels eine Partnerschaft und daher machte das Sinn.

Das Team, mit Ilse Bonn, Annette Stöcker, Klaus Johe und Matthias Roth, hat Texte erarbeitet und Bildmaterial ausgewählt. Dank der Zusammenarbeit der beiden Museen konnte die Audioführung mit zwei Sprechern umgesetzt werden, womit die Führung für die Besucher noch interessanter wird. Die Umsetzung des Kommunikationsanschlusses wie auch der Einbau der neuen Beleuchtung wurden von Lindenfelser Firmen vorgenommen wurde.

Mit dem Neustart der Saison steht den Besuchern nun eine kontaktlose Führung per Audioguide zur Verfügung. Der Besucher erhält mit seinem Smartphone kostenlosen Zugang zu einer Webapp, die ihn zu einem Rundgang zu 25 Stationen führt und wissenswertes erzählt.

Für das Lindenfelser Museum war dies ein großer Schritt in Richtung Zukunft und der Ansprache neuer, vor allem auch junger und junggebliebener Besucher. Möglich geworden war die Umsetzung der Maßnahmen allerdings nur durch die Förderung des Bundes – der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien - über das Sonderprogramm „Neustart Kultur“ aus dem Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“, mit dem Vertragspartner Deutscher Verband für Archäologie (Berlin). So konnten mehrere Baustellen angepackt und verwirklicht werden. Durch die Förderung eingesparte Eigenmittel werden jetzt wohl für eine neue Vitrinen-Beleuchtung noch eingesetzt werden.

Matthias Roth ist sich sicher, dass die Zahl der Besucher sich wieder festigen wird, denn immer wieder verlassen die Besucher das Museum mit dem Satz auf den Lippen: „Oh, so eine umfangreiche Sammlung haben wir nicht erwartet. Toll!“, dies bestätigt allen, dass das Museum einen Besuch wert ist.

 

Geöffnet ist das Museum erstmals am Ostermarkt 2. und 3. April von 12 bis 17 Uhr – an dem Tag berechtigt die Eintrittskarte des Marktes zum freien Eintritt in die Lindenfelser Museen! - aund dann bis Oktober jeden Sonn- und Feiertag von 14 bis 17 Uhr. Der Verkehrsverein bietet auch Gruppenführungen für das Museum oder zur Stadtgeschichte an – Anmeldungen und Info sind beim Kur- und Touristikservice Lindenfels, tel. 06255 30644 oder per E-Mail touristik(at)lindenfels.de möglich.




Fotoimpressionen (aufgenommen von Katja Hammerschmidt, Lindenfels)


Museum wirbt mit einem Kurz-Film

Am Eingang des Lindenfelser Museums verdeutlich ein neues Schild mit dem Text „Wir sind Mitglied“ auf die Zugehörigkeit zum Verein Museumsstraße Odenwald-Bergstraße e.V. Das Schild wurde im März, rechtzeitig zum geplanten Start der Saison 2020 angebracht und hängt über dem Hinweisschild „Regionales Kulturerbe im Kreis Bergstraße“, mit welcher die Lindenfelser Postkutsche, die im Museum steht, im Jahre 2018 ausgezeichnet wurde.

F+r die mediale Teilnahme am Internationalen Museumstag 2020 www.museumstag.de wurde ein Werbefilm von Maximilian Stöcker erstellt, der auf You Tibe zu finden ist: youtu.be/mjhYSeDm3MU . Auch das Drachenmuseum hatte mit einem Filmbeitrag von Maximilian Stöcker, teilhemommen, dieser Video ist hier zu finden: www.youtube.com/watch?v=2hcbUr5vZJ0


Postkutsche als erstes „Regionales Kulturerbe im Kreis Bergstraße“ 2014 ausgezeichnet!


Das Museum ist von April bis Ende Oktober an jedem Sonn- und Feiertag jeweils von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3,-- €, Gäste mit Kurkarte und Jugendliche zahlen 1,50 €, Kinder bis 14 Jahre sind frei. Der Eintrittspreis beinhaltet die Audioguide-Führung!

Führungen für Gruppen und Schulklassen sind nach Vereinbarung möglich.

Kosten:  bis 20 Personen: 45,- €, für jede weitere Person 3,50 €

              Gruppen 35 – 50 Personen = 2 Stadtführer: 90,- €

              Schulklassen: 35,- €

Anmeldung und Auskunft: Kur- und Touristikservice, Burgstr. 37, 64678 Lindenfels, Tel.: (06255) 306-44, e-Mail: touristik(at)lindenfels.de